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Freistaat Sachsen in der Pflicht Kommunen finanziell besser auszustatten!

Der schnöde Antwortbrief des Ministerpräsidenten und direkten Wahlkreisabgeordneten Michael
Kretschmer an die über 30 Bürgermeister aus dem Landkreis Görlitz befremdet die Freien
Demokraten sehr. Die Verantwortung des Freistaates für die eigenen Städte und Gemeinden lapidar
abzubügeln und gleichzeitig auf den Bund zu verweisen ist unverantwortlich.

Der schnöde Antwortbrief des Ministerpräsidenten und direkten Wahlkreisabgeordneten Michael

Kretschmer an die über 30 Bürgermeister aus dem Landkreis Görlitz befremdet die Freien

Demokraten sehr. Die Verantwortung des Freistaates für die eigenen Städte und Gemeinden lapidar

abzubügeln und gleichzeitig auf den Bund zu verweisen ist unverantwortlich.

Dazu Toralf Einsle, stellv. Kreisvorsitzender und Mitglied im Landesvorstand:



„Als Ministerpräsident von Sachsen trägt die gleiche Mitverantwortung finanzielle Notlage der

Kommunen. Mittel des Bundes, wie z.B. die Regionalisierungsmittel für den ÖPNV sollten 1 zu 1 an

die Kommunen ausgereicht werden.. Das geschieht augenblicklich nicht! Stattdessen füllt der

Freistaat seine Rücklagen um 1,1 Milliarden Euro auf und verlangt gleichzeitig mit dem Fingerzeig auf

den Bund eine höhere Neuverschuldung. Das ist unredlich. Von allen Steuereinnahmen des Staates

gehen bereits jetzt 56% an die Länder und nur 35% an den Bund. Ich fordere Herrn Kretschmer auf

endlich seine eigene Verantwortung wahrzunehmen! „



Augenblicklich verschließt die Sächsische Landesregierung offenbar die Augen vor dem Dilemma der

Kommunen vor Ort im Landkreis Görlitz. Die im Haushaltskonsolidierungskonzept vorgeschlagene

höchste Kreisumlage im Freistaat Sachsen, reicht nicht einmal aus, um über 2024 hinaus das

strukturelle Defizit zu decken.



Die Freien Demokraten im Landkreis Görlitz sind entsetzt über das vorgelegte, seit März

unveränderte Haushaltskonsolidierungskonzept des Landrates. 4,1 Millionen Euro im Jahr 2023 und

mindestens 6,75 Millionen Euro in 2024 einzusparen bedeutet unweigerlich Maßnahmen aus den>

Kategorien II und III umzusetzen.



Toralf Einsle weiter:

„Es ist unverantwortlich, 10 Wochen vor Jahresende den Menschen in der Kultur-, Jungend- und

Sportarbeit zu vermitteln: „Eure Arbeit ist uns nichts mehr wert!“ In so schwierigen und vor allem

unsicheren Zeiten, muss Politik Verantwortung übernehmen. Der Freistaat darf sich nicht auf Kosten

der Kommunen und des Bundes sanieren!“



Die FDP sieht hier die Verantwortung bei Landrat und Ministerpräsidenten. Wenn der Landrat keine

anderen Möglichkeiten sieht, muss er dieses Haushaltskonsolidierungskonzept notfalls allein

beschließen.